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Altersregression oder Hypnotische Regression


Ein aus therapeutischer Sicht besonders vielversprechender und hilfreicher Ansatz der Hypnotherapie stellt die Hypnotische Altersregression dar. Hierbei wird der Klient durch den erfahrenen Therapeuten an zurückliegende und gegebenenfalls durch traumatische Erfahrungen verschüttete Erinnerungen herangeführt, die tief im Unterbewusstsein gespeichert sind. Zumeist liegen diese Erinnerungen weit zurück in der Kindheit und entziehen sich dem Bewusstsein, weil sie aufgrund von negativen Ereignissen oder traumatischen Erfahrungen in einem Akt der unbewussten Abwehr aktiv verdrängt worden sind.

Sofern in diesen Erinnerungen und Erlebnissen aber Auslöser für psychische oder emotionale Störungen zu sehen sind, wird der Therapeut diese erkennen und verstehen. Dies wiederum ist Voraussetzung, um dann den Klienten im Zustand der tiefen Trance (Somnambulismus) entweder anzuleiten, sich der Situation zwecks Aufarbeitung noch einmal zu stellen, oder durch Suggestion eine posthypnotische Amnesie herbeizuführen, was den Störung auslösenden Faktor der Situation löscht.
 
Ganz gleich aber, welchen Schritt der Therapeut zusammen mit dem Klienten in der hypnotischen Regression als nächstes gehen wird, entscheidend ist, dass nur die Erfahrung des Therapeuten gewährleistet, den Wahrheitsgehalt der Erinnerung des Klienten richtig einzuordnen, der starken Ungenauigkeiten unterliegen kann. Ähnlich wie man es von Träumen kennt, kann auch im unterbewussten Erinnern die Fantasie vieles als wahr erscheinen lassen, was nicht wahr ist. Das Spektrum reicht von Selbsttäuschungen über das halbbewusste Inszenieren von -in Teilen real empfundenen aber nicht real erlebten- Ereignisse, bis zu einem altersspezifisch verzerrt empfundenen und dargestellten Wiedererleben von tatsächlichen Kindheitserlebnissen.
 
Wichtig ist, dass der Klient sich zu jedem Zeitpunkt der Therapie darauf verlassen kann, dass sein Therapeut loyal zu ihm steht, ihm glaubt und ihm hilft. Insofern steht der subjektive Wahrheitsgehalt der Regression in keiner Weise zur Diskussion sondern wird durch ein posttherapeutisches Feedback durch den Therapeuten eingeordnet.